Worauf muss man bei DSL Modems achten?
Wenn Sie einen DSL-Anschluss haben, benötigt Sie – neben dem eigentlichen Computer – auch mindestens ein DSL Modem. Das Modem (ein Kunstwort aus der Zusammenziehung von Modulator und Demodulator) ist nichts anderes als ein einfacher Signal-Wandler, der das analoge Telefonsignal in digitale Computer-Signale umwandelt (und umgekehrt).
Man unterscheidet hauptsächlich drei Arten von DSL Modems:
- als reines externes Modem ohne weitere Funktionalität
- als eine der Komponenten in einem DSL-Router
- als internes Softmodem in Form von Erweiterungs-Steckkarten.
Das reine Modem wird aus Sicherheitsgründen nur noch selten verwendet. Jedes Internet-fähige Gerät benötigt eine öffentliche IP-Adresse. Das ist eine Nummer, die – auch wenn der Vergleich etwas hingt – mit einer Telefonnummer vergleichbar ist und üblicherweise von Ihrem Internet-Provider vergeben wird. Ohne IP-Adresse können Computer nicht miteinander kommunizieren, so dass keine Internet-Verbindung zustande kommen kann.
Nun hat ein Modem, als reiner Signal-Wandler, keine IP-Adresse. Stattdessen wird die öffentliche IP-Nummer Ihrem PC zugewiesen. Dadurch ist Ihr Rechner direkt von anderen Computern aus erreichbar. Cracker und andere Angreifer haben so freien Zugang zu Ihrem Rechner und können allerlei Schaden anrichten. Eine Software-Firewall, oder besser ein zwischen Modem und Computer angeschlossener Router, ist daher unbedingt notwendig.
Ein Router ist ein Gerät, welches zwischen Netzwerken vermittelt. Durch den Einsatz eines DSL-Routers entstehen zwei getrennte Netzwerke, das WAN (Wide-Area-Network) zwischen Provider und Router und das LAN (Local-Area-Network) zwischen Router und PC. Hierbei bekommt der Router die öffentliche IP-Adresse, während der PC seine Adresse vom Router bezieht, der nur speziell reservierte LAN-IP-Nummern vergibt. Ein direkter Zugriff auf den Computer ist nun nicht mehr möglich, was die Sicherheit deutlich erhöht.
In den meisten heutigen DSL-Routern sind neben dem Modem auch noch weitere Komponenten integriert, wie zum Beispiel eine starke Firewall, ein WLAN-Access-Point und eine Ethernet-Switch zum Anschließen mehrerer Computer. Wegen ihrer vielfältigen Vorteile werden DSL-Router von den meisten Internet-Anbietern kostenlos mit dem Anschluss zur Verfügung gestellt und sollten auch beim Selbst-Kauf bevorzugt werden.
Von den Softmodems sollten Sie nach Möglichkeit absehen, auch wenn sie preiswerter sind, denn dies sind stark vereinfachte Modems bei denen wichtige Funktionen weggelassen und in die Treiber-Software verlagert wurden. Dadurch sind sie oft inkompatibel mit Nicht-Windows-Betriebssystemen und verbrauchen unnötig Rechenleistung.
Bild: © Daniel Fleck – Fotolia.com
Unsere Empfehlungen





