DSL-Probleme lösen
Erhebungen von Stiftung Warentest und Computer Bild haben ergeben, dass immer noch viele Anwender diverse Schwierigkeiten mit DSL haben. Zu den häufigsten Problemen gehören längere Komplettausfälle und niedrigere Geschwindigkeiten als vertraglich zugesichert. Auch die Bereitstellung des Anschlusses und der Kundenservice lassen den Befragten zufolge zu wünschen übrig. So warten viele Kunden nach dem DSL-Antrag wochenlang auf die Freischaltung. Hat der Provider wiederholt Termine nicht eingehalten, setzen Sie ihm eine Frist von drei Wochen. Passiert bis dahin immer noch nichts, können Sie vom Vertrag zurücktreten.
Stiftung Warentest kritisiert zudem die Undurchsichtigkeit vieler Angebote: So kann der Kunde oft nur dem Kleingeduckten entnehmen, dass die zugesicherte Geschwindigkeit ein Maximalwert ist. Steht im Vertrag „bis zu“ haben Sie keine Möglichkeit, die Übertragungsrate einzufordern. Sie können aber zumindest versuchen, einen günstigeren Tarif mit Ihrem Provider aushandeln. Anders sieht es, wenn der Anbieter eine Mindestgeschwindigkeit garantiert. In diesem Fall können Sie auf Nachbesserung bestehen oder kündigen.
Ein weiteres Ärgernis beim Vertragsabschluss sind die Zusatzleistungen. Lesen Sie auch hier genau das Kleingedruckte, damit Sie nicht teure Extras abschließen, die Sie gar nicht wollen. Will man Ihnen im Kundengespräch unbedingt eine Zusatzleistung aufschwatzen, erbitten Sie sich Bedenkzeit und informieren Sie sich in Ruhe über das Angebot.
Einige Probleme mit DSL sind jedoch hausgemacht. Veraltete oder falsch konfigurierte Hardware bremst die Übertragungsgeschwindigkeit aus. Achten Sie darauf, dass Ihr WLAN-Router an einer störungsfreien Stelle und nicht zu weit vom PC oder Notebook aufgestellt ist. Ist das Gerät schon mehrere Jahre alt, lohnt sich gegebenenfalls die Anschaffung eines neuen Gerätes mit moderner Technik. Das bringt meistens auch ein Sicherheitsplus.
Nutzen Sie für den Anschluss des Splitters stets die erste TAE-Buchse im Haus, da Zweitdosen ebenfalls Tempo kosten. Für die korrekte Konfiguration der Netzwerkkarten gibt es spezielle Software, die Sie im Internet kostenlos herunterladen können. Eventuell funken auch benachbarte WLAN-Netze auf demselben Kanal wie Ihres: Verwenden Sie in diesem Fall einen anderen Kanal.
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